Historische Hausfassaden bei Wärmedämmung schützen

Zunehmend verkleiden Hausbesitzer ihre Gebäude mit Wärmedämmtechnik bzw. Isolierungsmaterialien. Großangelegte Fördermaßnahmen, z.B. der KfW, schieben diese Vorgänge an. Grundsätzlich sind diese Maßnahmen ausdrücklich zu begrüßen. Ganz konkret werden dabei jedoch auch negative Aspekte erkennbar: Historische Hausfassaden mit ortsbildprägenden Funktionen verschwinden zunehmend. Zwar sind viele betroffene Häuser nicht unter Denkmalschutz, ihr ortsbildprägender Charakter und historische Elemente (Stuck, Backsteinschmuck usw.) verschwinden dennoch und verändern das Erscheinungsbild unserer Stadtteile. Daraus resultieren verschiedene Fragen:


1. Teilt die Verwaltung die Auffassung, daß die fortschreitenden Wärmedämmaßnahmen zu Verlusten von sichtbaren historischen Hausfassaden führen?


2. Wie können straßenseitige Hausfronten besser vor einer völligen Überformung mit Wärmedämmung geschützt werden?

3. Welche Möglichkeiten außerhalb des Status „Denkmal“ für das gesamte Gebäude wären realistisch, um Hausbesitzer von der Sinnhaftigkeit des Erhalts der historischen Gebäudefront zu überzeugen?


4. Erbringt die vollständige Fassadendämmung von Häuserfronten bei Altbauten im Verhältnis zum Aufwand überhaupt merkliche Effekte, wenn man bedenkt, daß Hausfrontseiten sowieso die meisten Fenster sowie Haustüren usw. aufweisen?

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